Rondo-Kraftwerk und Papierfabrik: Energieversorger loten Möglichkeiten der Abwärmenutzung aus
Geplantes Kraftwerk eröffnet Potenzial für eine langfristige Nahwärmeversorgung im Raum Frastanz-Feldkirch
Bregenz/Feldkirch/Frastanz, 20. Oktober 2026 – Im Rahmen der Initiative „Energieautonomie Frastanz“ soll auf dem Betriebsgelände der Rondo Ganahl AG in Frastanz eine moderne Kraft-Wärme-Kopplungsanlage entstehen, die gleichzeitig Wärme und Strom erzeugt. Ziel ist es, damit den Bedarf an thermischer und elektrischer Energie der Papierfabrik und des Wellpappewerks zu decken und unabhängiger von fossilen Energieträgern zu werden. Zusätzlich bietet das geplante Kraftwerk Perspektiven für eine langfristige Nahwärmeversorgung in der Region und kann einen Beitrag zur Energieautonomie Vorarlbergs leisten. Dafür soll die vorhandene industrielle Abwärme aus der Papierfabrik sinnvoll genutzt werden. Der Energiedienstleister illwerke vkw, die Nahwärmeversorger Stadtwerke Feldkirch und E-Werke Frastanz sehen darin Potenzial und prüfen derzeit ergebnisoffen die Möglichkeiten, die Abwärme regional zu nutzen.
Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit
Die Papierproduktion benötigt große Mengen an Prozesswärme. Derzeit wird ein Großteil dieses Wärmebedarfs mit Erdgas gedeckt – dieser Bedarf entspricht etwa sieben Prozent des gesamten Gasverbrauchs in Vorarlberg. Mit dem geplanten Kraftwerk kann Rondo den eigenen Erdgasverbrauch am Standort um rund 90 Prozent reduzieren. Als Brennstoffe sind Reststoffe aus der eigenen Papierproduktion sowie unbedenkliche, gewerbliche Reststoffe von Unternehmen aus Vorarlberg vorgesehen.