Die Rondo Ganahl AG beschäftigte sich schon lange vor der Gaskrise intensiv mit der Frage, wie eine zukunftsfähige und sichere Energieversorgung an ihrem Hauptsitz in Frastanz gestaltet werden kann. Mit einem klaren Ziel: Unabhängiger von fossilen Energieträgern sowie internationalen Energieimporten zu werden und damit die Versorgung in eigenen Händen zu haben und langfristig selbst abzusichern. Aus diesen Überlegungen entwickelte sich die Initiative „Energieautonomie Frastanz“: Auf dem Betriebsgelände der Rondo Ganahl AG soll ein Kraftwerk entstehen, das zukünftig regional vorhandene Reststoffe direkt vor Ort zur Energieerzeugung nutzt. Das stärkt nicht nur die Versorgungssicherheit – auch die Energieversorgung wird besser planbar und die Wertschöpfung bleibt in der Region.
Derzeit wird ein Großteil des Wärmebedarfs mit Erdgas gedeckt – das entspricht etwa sieben Prozent des gesamten Gasverbrauchs in Vorarlberg. Das neue Kraftwerk reduziert den Gasverbrauch der Rondo Ganahl AG um rund 90 Prozent. Dafür werden Reststoffe genutzt, die überwiegend regional anfallen und bis dato ins Ausland transportiert werden.
Die erzeugte Energie kommt direkt dort an, wo sie gebraucht wird: Das Kraftwerk kann den Bedarf an thermischer und elektrischer Energie der Papierfabrik und des Wellpappewerks decken. Zusätzlich können weitere Betriebe sowie Haushalte mit Nahwärme in der Region versorgt werden.
Die Rondo Ganahl AG ist mit rund 450 Mitarbeitenden in Frastanz – rund 100 davon in der Papierfabrik – ein bedeutender Arbeitgeber in der Region. Insgesamt beschäftigt das Unternehmen etwa 1.800 Mitarbeitende an ihren europäischen Standorten. Das Projekt soll dazu beitragen, die Papierproduktion am Standort Frastanz langfristig zu sichern und Arbeitsplätze zu erhalten.
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Wir haben hier die große Chance, unsere Energieversorgung selbst in die Hand zu nehmen. Mit dem Kraftwerk, unserer geplanten, neuen Energiezentrale bei der Rondo Ganahl AG, sichern wir die Zukunft der Papierfabrik, der rund 100 Mitarbeitenden der Papierfabrik sowie deren Familien in Frastanz. Das ist ein großer Schritt raus aus fossilem Erdgas und der Abhängigkeit von offenbar unkontrollierbaren, ausländischen Lieferanten.
Hubert Marte, Vorstandsvorsitzender der Rondo Ganahl AG
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Auch beim Bierbrauen haben wir energieintensive Prozesse. Wir begrüßen daher den Ausbau und die Eigenversorgung mit Wärmeenergie, um die aktuell kaum noch kalkulierbaren und stark steigenden Energiepreise besser in den Griff zu bekommen.
Kurt Michelini, Geschäftsführer der Brauerei Frastanz eGen
Energieautonomie Frastanz
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