Gesundheit & Umwelt

Im Zuge der Umweltverträglichkeitsprüfung (UVP) werden alle relevanten Auswirkungen auf Mensch, Natur und Umwelt umfassend untersucht.

Im Überblick

Grundwasser

Das Bauwerk wird nach dem Prinzip der „Weißen Wanne“ ausgeführt.

Inversionswetterlage

Auch unter Berücksichtigung von windstillen Wetterlagen werden alle Grenzwerte laut Gutachten deutlich unterschritten.

Emissionen

Eine hocheffiziente Verbrennung mit Wirbelschichttechnik und umfangreicher Rauchgasreinigung sorgen für dauerhaft niedrige Emissionswerte.

Verkehr

Maximal 37 zusätzliche Lkw pro Tag – heute fahren über 500 Lkw täglich auf der L 190.

Lärm

Umsetzung als geschlossener Betonbau, Öffnungen werden auf ein Minimum beschränkt sowie Schalldämpfer eingesetzt.

Biodiversität

Umfassende Ausgleichsmaßnahmen werden von einer qualifizierten Umweltbaubegleitung überwacht und dokumentiert.

Grundwasser

Die Berücksichtigung aller Schutzgüter, auch des Grundwassers, hat höchste Priorität. So wird das Bauwerk nach dem Prinzip der „Weißen Wanne“ ausgeführt. Dabei handelt es sich um eine bewährte, wasserundurchlässige Stahlbetonkonstruktion.

In Bezug auf das Grundwasser wurde im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung auch die Stoffgruppe der PFAS umfassend bewertet. PFAS sind eine Gruppe von über 15.000 künstlichen Industriechemikalien. Da sie Wasser, Fett und Schmutz abweisen, stecken sie in vielen Alltagsprodukten wie Regenjacken, Antihaft-Bratpfannen oder Kosmetik. Die Gutachten zeigen, dass eine Gefährdung ausgeschlossen ist.

Übrigens: Moderne Kraftwerke können dazu beitragen, den Bestand an PFAS-belasteten Reststoffen zu reduzieren. Die Verbindungen werden durch Verbrennung bei sehr hohen Temperaturen nahezu vollständig abgebaut und können somit nicht mehr weiter in die Umwelt gelangen.

Inversionswetterlage

Inversionswetterlagen, also Wettersituationen, bei denen kalte Luft in Bodennähe von wärmerer Luft eingeschlossen wird und sich Schadstoffe nicht verteilen können, wurden bei der Planung ausdrücklich berücksichtigt und simuliert. Alle gesetzlichen Grenzwerte werden laut Gutachten auch in diesen windstillen Situationen deutlich unterschritten. Zur Berechnung wird ein behördlich anerkanntes Berechnungsmodell eingesetzt, das speziell für solche Wetterlagen im Alpenraum entwickelt wurde.

Emissionen

Bei der Verbrennung im Kraftwerk entstehen die gleichen Verbrennungsprodukte wie bei anderen Feuerungen, zum Beispiel bei einem Kachelofen zu Hause oder einer Biomasseheizanlage. Aufgrund der hocheffizienten Verbrennung mit Wirbelschichttechnik und der umfangreichen Rauchgasreinigung sind die Emissionen des Kraftwerks gerade einmal so hoch wie die von etwa 100 kleinen Holzfeuerungen oder eines Biomasseheizkraftwerks mit ca. 7 Megawatt Leistung – obwohl das Kraftwerk ein Vielfaches der Leistung bereitstellen kann.

Verkehr

Der Verkehr wurde im Rahmen der Umweltverträglichkeitsprüfung genau untersucht. Das Ergebnis: maximal 37 Lkw mehr pro Tag. Derzeit wird die Landesstraße L 190 im Raum Frastanz an einem Arbeitstag im Durchschnitt von über 500 Lkw befahren. Für die Berechnung wurde bewusst vom ungünstigsten Fall ausgegangen: ausschließlich herkömmliche Lkw, keine Elektrofahrzeuge. Eine Anlieferung per Bahn wurde ebenfalls geprüft und wäre grundsätzlich wünschenswert. Am Standort besteht jedoch kein Bahnanschluss.

Lärm

Auch die Auswirkungen von Lärm und Schall wurden genaustens untersucht. Ein humanmedizinisches Gutachten bestätigt, dass durch den Bau des Kraftwerks kein zusätzlicher Lärm entsteht, der zu unzulässigen Überschreitungen führt. Um das zu gewährleisten, werden unterschiedliche Maßnahmen gesetzt, so wird die Anlage als geschlossener Betonbau ausgeführt. Öffnungen ins Freie werden auf das notwendige Minimum beschränkt beziehungsweise im Dach integriert. Zudem werden Schalldämpfer eingesetzt.

Geruch

Der Brennstoff wird in einem geschlossenen Gebäude gelagert, das mit Unterdruck betrieben wird. Gerüche können so gar nicht erst nach außen dringen.

Biodiversität und Ausgleichsmaßnahmen

Der Rondo Ganahl AG ist es ein großes Anliegen, die Auswirkungen auf die Natur und Umwelt so gering wie möglich zu halten. Dort, wo Eingriffe notwendig sind, werden entsprechende Ausgleichsmaßnahmen umgesetzt sowie durch eine qualifizierte Umweltbaubegleitung überwacht und dokumentiert.

  • Vor dem Bau: Alle Schutzflächen werden klar gekennzeichnet. Empfindliche Bereiche wie die Streuwiese sind durch Bauzeiteinschränkungen geschützt. Wertvolle Rasensoden werden fachgerecht abgehoben und nach dem Bau wieder an einer anderen Stelle eingesetzt.
  • Während des Baus: Eine unabhängige Umweltbaubegleitung überwacht alle Maßnahmen. Die Einschleppung fremder Pflanzenarten wird aktiv verhindert.
  • Nach dem Bau: Alle beanspruchten Flächen werden mit heimischen Pflanzen wiederhergestellt. Neu angelegt werden unter anderem Pfeifengraswiesen und artenreiche Wiesen als neue Lebensräume für Tiere und Pflanzen.
  • Der Gießenbach-Zubringer wird renaturiert, der Frastanzer Weiher wiederhergestellt und ökologisch aufgewertet.

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Energieautonomie Frastanz

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