Rondo Ganahl AG lädt zur Planausstellung: Informationen und Dialog zum geplanten Kraftwerk in Frastanz
&w=3840&q=75)
Frastanz (02.09.2026) – Welchen Mehrwert hat das neue Kraftwerk der Rondo Ganahl AG, wie soll die Anlage funktionieren und welche Brennstoffe werden eingesetzt? Welche Auswirkungen sind auf Verkehr, Lärm, Umwelt und Gesundheit zu erwarten? Und welche Perspektiven könnte das Projekt für eine zukünftige Nahwärmeversorgung in der Region eröffnen? Diese und weitere Fragen stehen im Mittelpunkt der Planausstellung bei der Rondo Ganahl AG.
An mehreren thematischen Informationsständen werden die verschiedenen Aspekte des Projekts anhand von Plänen, Visualisierungen und Zahlen möglichst verständlich dargestellt. Projektverantwortliche, Planer und Fachgutachter stehen für persönliche Gespräche und Rückfragen zur Verfügung.
„Uns ist wichtig, dass sich die Bürgerinnen und Bürger selbst ein möglichst umfassendes Bild vom Kraftwerk machen können. Deshalb möchten wir nicht nur unsere Planungen vorstellen, sondern vor allem Raum für persönliche Gespräche schaffen. Wir wissen, dass es Fragen und auch kritische Sichtweisen gibt. Diese nehmen wir ernst und werden sie auf Basis der vorliegenden Untersuchungen im Rahmen des Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahrens beantworten“, betont Udo Nachbaur, technischer Vorstand der Rondo Ganahl AG.
Vom Brennstoff bis zur Umweltverträglichkeitsprüfung
Die Ausstellung ist als offener Rundgang gestaltet. Besucherinnen und Besucher können individuell entscheiden, welche Themen sie besonders interessieren und wie intensiv sie sich damit beschäftigen möchten. Es werden unter anderem die Ausgangslage, die Funktionsweise und Dimensionierung des geplanten Kraftwerks, die vorgesehenen Brennstoffe und die Rauchgasreinigung vorgestellt. Weitere Schwerpunkte bilden das laufende Umweltverträglichkeitsprüfungsverfahren sowie Fragen zu Verkehr, Lärm, Grundwasser, Natur und Gesundheit. Auch die mögliche Nutzung von Abwärme für eine zukünftige Nahwärmeversorgung in Frastanz und der Region wird vorgestellt.
Erdgasverbrauch deutlich reduzieren
Mit dem geplanten Kraftwerk verfolgt die Rondo Ganahl AG das Ziel, die Energieversorgung des Produktionsstandorts Frastanz langfristig abzusichern und gleichzeitig die Abhängigkeit von Erdgas deutlich zu reduzieren. Durch die geplante Kraft-Wärme-Kopplungsanlage soll der Erdgasverbrauch am Standort um rund 90 Prozent sinken und auch der eigene Strombedarf komplett abgedeckt werden. Dabei sollen unter anderem Reststoffe aus der eigenen Papierproduktion energetisch genutzt werden – so wird zudem der nachhaltige Kreislauf in der Produktion komplettiert.
Planausstellung „Energieautonomie Frastanz“
Wann: Freitag, 11. September 2026
Uhrzeit: 14:00 bis 17:00 Uhr
Ort: Rondo Ganahl AG, Rotfarbweg 5, 6820 Frastanz – Verwaltungsgebäude
Die Planausstellung findet im Verwaltungsgebäude des Unternehmens in Frastanz statt (Zufahrt über die Augasse). Vor dem Gebäude stehen in der Augasse ausreichend Parkmöglichkeiten zur Verfügung. Die öffentliche Anreise erfolgt über den Bahnhof Frastanz. Die Planausstellung kann ohne Anmeldung besucht werden.
Über die „Energieautonomie Frastanz“
Im Rahmen der Initiative „Energieautonomie Frastanz“ soll auf dem bestehenden Betriebsgelände der Rondo Ganahl AG ein Kraftwerk für eine zukunftsfähige Energieversorgung entstehen. Ziel ist es, damit den Bedarf an thermischer und elektrischer Energie der Papierfabrik und des Wellpappewerks zu decken und unabhängig von fossilen Energieträgern zu werden. Darüber hinaus können weitere Betriebe sowie Haushalte mit Nahwärme in der Region versorgt werden.
Über Rondo Ganahl
Die Rondo Ganahl AG mit Stammsitz in Frastanz (Vorarlberg, Österreich) ist spezialisiert auf die Herstellung von Wellpappe-Rohpapieren, Papier-Recycling sowie die Produktion individueller Außenverpackungen aus Wellpappe und maßgeschneiderter Innenverpackungen aus Faserguss. Die Wurzeln des modernen Industriebetriebes in Familienbesitz reichen bis ins Jahr 1797 zurück. An mehreren Standorten in Österreich sowie in Deutschland, Ungarn und Rumänien beschäftigt Rondo heute rund 1.800 Mitarbeitende. Das Unternehmen fördert den schonenden Umgang mit Ressourcen und sammelt, sortiert und presst selbst Altpapier und Kartonagen als Rohstoff für die eigenen Wellpappe-Rohpapiere. So gelingt es Rondo, den Recyclingkreislauf innerhalb der Unternehmensgruppe zu schließen.